Vollständige Version anzeigen : Abschied
Gortag
28th January 2005, 12:02
Hallo oder besser tschüß allerseits,
ich war sicher nicht der Aktivste (was das Forum betrifft) und die wenigsten werden mich kennen (vielleicht durch Handel) oder mir auch nur eine Träne nachweinen.
Ich wurde gestern von Cornholio angegriffen, der es innerhalb von 20 Minuten schaffte meine vier Armeen sowie mein Hauptdorf (Schloß, voll besetzt und alle mit Kurzschwertern/Handbeilen und Ledermänteln ausgerüstet, sowie leicht trainiert) dem Erdboden gleich zu machen. Ich weiß, daß dies eine Möglichkeit im Spiel ist und beschwere mich auch nicht. Obwohl es mich schon etwas wundert (bei einem "versehentlichen" Angriff eines anderen Spielers vor einiger Zeit passierte rein gar nichts, und das obwohl ich auch in etwa den selben Stand (62k Erfahrung) hatte).
Womit ich diesen Angriff verdient habe, weiß ich nicht. Jedoch habe ich einfach keine Lust, nochmal von vorne anzufangen und wieder ein halbes Jahr Zeit und Arbeit zu investieren. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis es die nächsten Angriffe gibt. Meine anderen Dörfer sind nicht so gut geschützt und werden noch schneller fallen.
Ich steige aus dem Spiel aus.
Daher gebe ich meine anderen Dörfer hiermit zum Plündern frei.
Castra Frumenta (11) 258,299 Grasland (mein Nahrungs- und Pflanzenlieferant) kaum was drin
Castra Lithica (12) 253,298 Bergland (mein Stein/Kohle/Erz-Lieferant) sollten ca. je 15k Kohle/Erz drin sein
Castra Nemosa (12) 257,299 Grasland (mein Bierlieferant) ca. 4k Bier
Castra Papyra (13) 254,299 Wald/Grasland (mein Papierlieferant) etwas Papier sollte noch drin sein
Alle Dörfer sollten noch gut mit Holz ausgestattet sein. Hab einfach keine Lust mehr zu schauen, was es alles noch so gibt. Bedient euch.
Es war eine schöne Zeit, und hatte Spaß gemacht. Aber das ist nicht meine Auffassung von Fair Play.
Tschüß
Neo
28th January 2005, 12:19
soldaten sind nicht unbedingt die beste art seine dörfer vor angriffen zu schützen. es ist weit effektiver unüberwindbare mauern mit schützen zur verteidigung einzusetzen. dies sollte dir auch möglich gewesen sein bei 3000 zügen. wenn man sein hauptdorf nur schwach schützt und so auf einmal alle waren verliert, spielt man definitiv zu risikoreich.
warum soll ein ritter denn nicht einen anderen überfallen und dörfer plündern? es ist ausdrücklich im spiel vorgesehen. ergo hilft nur sich dagegen schützen und nicht darauf zu bauen, dass es die letzten monate doch auch ohne mauern ging.
weniger gewinn pro zug (ausgaben für instandhaltung mauern) kann eben mehr bringen als maximalen gewinn. man sollte schießlich bedenken, da mit zunehmender zügezahl auch die gesamtwaren im reich steigen und somit die zahl der neider größer wird ;)
Samoobrona
28th January 2005, 14:09
Cornholio hat ein Reich angegriffe, dass länger als er Spielt und in der Top10 (nach dem angriff) stärker war als er.
Dass finde ich absolut nicht verwerflich.
Besonders da soetwas relativ häufig in Alirion passiert.
B. Lunders
28th January 2005, 14:49
das sagen leute, welche mal ganz anders über solche vorfälle gesprochen haben....als z.b. JAL angegriffen wurde ;)
Mir persönlich ist dies egal, so ging es im mittelalter nun mal zu und her :)
Jeder muss sich selbst zu schützen wissen, bevor es zu spät ist.....
Thain
28th January 2005, 15:05
Ich bin darüber informiert was Cornholio erbeutet hat und ich frag mich wieso du nicht weiter spielen willst?
Es gibt sicher Ritter die dir ebi nem aufbau dieses Dorfes behilflich sein werden, schließlich war es auch nur eins von 5en von dir.
Du kannst dich auch mal bei mir melden wenn du hilfe brauchst.
Rückschläge hat ziemlich jedes etwas ältere Reich schon mal verkraften müssen, aber mit ein bisschen arbeit sidn diese auch wieder auszubügeln
Darum möcht ich erstmal drum bitten die anderen Dörfer von Gortag zu verschonen bis er sich nochmal dazu geäußert hat.
Grüße,
Thain
Thalantyr
28th January 2005, 18:34
Grundsätzlich, finde ich solche "kleine" Krieg total in Ordnung.
Es ist nunmal teil des Spiels Kriege zu fürhren, doch warum sollte man immer nur gegen Monster? Es ist doch gute wenn man sich mit anderen vergleichen kann und es auch tut.
Ich finde es aber schändlich dass dieser Vorfall ohne vorherige androhung oder eine Kriegserklärung geschah.
Ich finde es auch nicht gut, dass ganze Dörfer vernichtet werden. wenn man sie erobert kann man es ja in ein schönes Rpg verpacken.
Man ähnelt sonst dem Räuber zu sehr.
Manche denken sich nun wohl, warum man den Feind vorher warnen sollte.
Nun ich finde es gehört einfach zu der fairness und dem sportlichen Wettstreit.
Gortag
28th January 2005, 20:34
Hallo nochmal,
@neo
Dass Soldaten nicht die beste Möglickeit zur Verteidigung (wieso eigentlich?) sind, habe ich gemerkt. Warum bin ich gezwungen! eine Mauer zu bauen? Wenn dies die einzige effektive Verteidigung ist, stimmt etwas nicht. Übrigens wurde das Dorf nicht nur von Rekruten verteidigt, es war dort auch meine Reservearmee (falls mal einer aus den Armeen tot ist) stationiert. Also zumindest leichte Infanterie mit guter Ausrüstung. Gerade daher dachte ich, gegen Angriffe eigentlich gut geschützt zu sein.
Wie sieht das denn aus, wenns gegen meine anderen Dörfer geht, die gerade mal von Rekruten mit Keulen verteidigt werden?
@Samoobrona
Da mußt du aber was total falsch gelesen haben. Ich habe jetzt (NACH dem Angriff) ca. 51k Erfahrung, VOR dem Angriff ca. 62k. Cornholio hat jetzt 62k Erfahrung (NACH dem Angriff). Also MEHR als ich! Wie es bei ihm davor aussah weiß ich nicht, aber er wird ja wohl alleine durch den Angriff keine 10k Erfahrung gemacht haben, oder? Also wenn, dann hat ein gleichrangiger einen gleichrangigen angegriffen. Also nichts von wegen der arme kleine Cornholio hat den ach so mächtigen, starken Gortag angegriffen.
@neo und Samoobrona
Wenn ihr meinen Post lest, seht ihr, dass es mir durchaus bewusst ist, dass dies auch eine Seite des Spieles ist, die ich allerdings (leider) nur bisher durch Plunkett und Konsorten kennengelernt hatte, und die waren sogar netter als Cornholio. Haben nicht gleich alles platt gemacht, sondern nur Schaden zugefügt.
Verstehe ich das jetzt richtig? Ich spiele länger, und daher ist es voll ok, das ein "kürzer Spielender" das darf. Gehts noch? Was ist denn das für ein Argument? Egal, da liegt gerade mein Problem. Ich war geschockt wie einfach es ein gleichrangiger! Ritter hat, meine Dörfer zu zerstören. Wo soll das denn hinführen? Er hatte überhaupt keine Probleme meine Armeen und Hauptdorf vollständig zu vernichten. Was, wenn ein viel Stärkerer mich angreift? Da frage ich mich aber auch, woher hat er die Möglichkeiten, dies innerhalb so kurzer Zeit zu erreichen. Während ich viel länger brauchte, um auf denselben (eigentlich noch nicht mal das) Stand zu kommen.
@Alle
Danke an alle die mir aufmunternde Worte geschrieben haben. Auch dir Thain, obwohl ich dir nicht so richtig folgen kann. Einerseits findest du es nicht ganz ok aber andererseits doch? Wenn du darüber informiert bist, was erbeutet wurde, solltest du wissen, daß es (bis auf die Sachen die ich oben angegeben habe) mein ganzes Vermögen war. Ein Neuaufbau artet in Streß aus, selbst wenn viele bereit sind zu helfen.
Das ist aber ein Spiel, daß mir Spaß machen soll. Streß verbinde ich nicht mit Spaß, und daher höre ich auf.
Meine Dörfer sind also zum Plündern freigegeben.
Die Aasgeier haben sich ja auch schon eingefunden und bereits ihr Werk begonnen. Wobei es mich stark wundert, daß sie mit den absolut nicht verteidigten Dörfern mehr Probleme haben als Cornholio mit meinem mit Soldaten besetzten Hauptdorf.
Euch allen wünsche ich viel Spaß noch
Ich kann weitermachen, ich kann aber auch aufhören.
Ich habe mich für letzteres entschieden.
Lebt wohl
Gortag
PS: Bitte schlagt euch wegen mir nicht die Köpfe ein. Ich wollte nicht sang- und klanglos verschwinden, sondern etwas noch zum Rollenspielcharakter des Spiels beitragen und meinen Abgang schildern. Das dies gleich so hohe Wellen schlägt, erschreckt mich ein wenig. Es scheint doch ein größeres Problem des Spieles zu sein, als ich dachte. Die Meinungen gehen ja sehr weit auseinander.
Cougar
28th January 2005, 22:42
Ich finde es bedauerlich, wenn sich ein Spieler durch eine Niederlage gleich entmutigen lässt.
Sicher ist das nicht lustig, jedoch ist der Verlust eines Dorfes noch kein Untergang.
Im Gegenteil, man kann es sogar noch sehr gut nützen, um neue Kontakte zu knüpfen.
Dies fand ich eigentlich als aktiver Spieler immer interessanter, als nur mehr Punkte anzuhäufen und in den Top100 aufzusteigen. :)
Mauern sind übrigens ein elemantarer Teil des Spiels und man sollte deren Bedeutung nicht unterschätzen.
Wie dem auch sei, alles Gute für die Zukunft, Gortag.
Vielleicht reizt es Dich eines Tages ja doch wieder, in das Spiel einzusteigen und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. :)
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